Wenn plötzlich ein großes Tier vors Auto läuft, muss ein kühler Kopf bewahrt werden. Das ist jedoch häufig einfacher gesagt als getan. Foto: Shutterstock/JamesChen
Wenn plötzlich ein großes Tier vors Auto läuft, muss ein kühler Kopf bewahrt werden. Das ist jedoch häufig einfacher gesagt als getan. Foto: Shutterstock/JamesChen

Wildwechsel – was tun, wenn es zum Unfall kommt

Bei einem Wildwechsel auf der Straße ist der Autofahrer innerhalb von Sekunden gefordert, richtig und reaktionsschnell zu agieren. Vor allem nachts, wenn die Tiere wie aus dem Nichts plötzlich vor dem Auto stehen, ist ein kühler Kopf wichtig, um einen Unfall zu vermeiden. Der Gesetzgeber schreibt hier klare Richtlinien vor.

Der Autofahrer ist verpflichtet, bei einem Tier auf der Straße sofort abzubremsen, das Licht abzublenden und die Hupe zu betätigen.

In der akuten Situation ist es nicht einfach, kühl und rational zu agieren, deshalb sollte sich jeder Autofahrer vor Augen halten, dass ein Wildwechsel zu jeder Tages- und Nachtzeit zu albtraumhaften Unfällen führen kann.

Zu spät: Wenn ein Wildwechsel zu einem Unfall führt

Auch bei schnellsten und korrektesten Verhaltensweisen: Oft hilft auch eine Vollbremsung nicht und auch wenn es grausam erscheint: Der Autofahrer ist gefordert, das Lenkrad festzuhalten und zu keinem Zeitpunkt dem Tier auszuweichen.

Klingt hart, rettet jedoch Leben, denn das plötzliche Ausweichen des Fahrers bei einem Wildwechsel führt zu katastrophalen Unfällen mit Autos auf gegenüberliegenden und entgegenkommenden Fahrbahnen. Der Unfallverursacher muss das überfahrene Tier von der Straße entfernen, alle Spuren des Unfalls am Auto selbst dürfen bis zum Eintreten der Polizei jedoch nicht entfernt werden.

Besondere Vorsicht gilt in der herbstlichen Jahreszeit. Wildwechsel findet hier vermehrt statt. Ein Unfall, verursacht durch die eintretende Dämmerung während der nasskalten Zeit, lässt sich leicht vermeiden, wenn die akute Möglichkeit eines Wildwechsels während der Autofahrt ständig präsent ist.

Abblenden, hupen, bremsen

Auch sind warnende Verkehrsschilder mit „Achtung Wildwechsel“ in besonders gefährdeten Waldgegenden für jeden Autofahrer gut sichtbar aufgestellt. Vorsichtiges Agieren beim Autofahren und das Vermeiden überhöhter Geschwindigkeiten bei schlechter Sicht beugen einem Unfall vor.

Wer sich an die einfachen Ratschläge bei Wildwechsel hält, erspart sich und anderen einen meist folgenschweren Unfall.

Es ist kein schöner Anblick, frontal in ein Tier zu fahren. Ebenso sind die psychologischen Auswirkungen auf Körper und Seele des Unfallverursachers erheblich. Wer sich im Vorfeld erkundigt und sich an einfachste Regeln beim plötzlichen Auftauchen eines Tieres auf der Straße hält, dem bleibt dieses Trauma erspart.

Im Optimalfall wird sofort abgeblendet, gebremst und gehupt. Die Hupe leistet wahre Wunder, denn das Geräusch verscheucht die Tiere und lässt sie schnellstmöglich die Fahrbahn verlassen. Tipps dazu finden sich auch beim ADAC.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.