In jedem Land muss der Autofahrer unterschiedliche Tempolimits beachten. Foto: Shutterstock/megastocker

Urlaubsfahrt – diese Tempolimits gelten in Europa

Wer Tempolimits und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub ignoriert, kann schnell sein blaues Wunder erleben. Saftige Bußgeldstrafen drohen innerhalb Europas und einige Länder scheuen sich nicht, die überführten Urlauber in Arrest zu stecken. Diese unnötigen finanziellen und emotionalen Probleme lassen sich mit Leichtigkeit umgehen.

Sich im Vorfeld schlauzumachen und sich per Mausklick schnell nach den einzelnen Tempolimits in jeweiligem europäischen Urlaubsland zu erkunden, spart Zeit, Geld und Nerven. Ein Bußgeld im Ausland kann ganz schön heftig ausfallen. Nicht nur auf Autobahnen gilt im europäischen Ausland ein Tempolimit.

Innerhalb von Ortschaften gelten teilweise unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. So gilt in großen Teilen Europas wie in Deutschland ein Tempolimit von 50 km/h, während Pkws in der Ukraine mit 60 km/h durch die Gegend fahren dürfen, gelten in Albanien 40 km/h und die Engländer gehen mit 48 km/h einen krummen Sonderweg.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkws variiert auf Schnellstraßen und Autobahnen in den verschieden europäischen Ländern gewaltig.

Tempolimit abhängig vom Fahrzeug

Auch hängt das Tempolimit nicht selten vom motorisierten Gefährt ab: Motorräder müssen eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten als Autofahrer. Diese wiederum sollten darauf achten, dass mit angehängtem Wohnwagen auch das Fahrtempo entsprechend reduziert wird.

Großbritannien fährt nicht nur links, sondern lässt sich auch bei der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht aus der Ruhe bringen. So dürfen Motorräder und Pkws gleich schnell bzw. langsam 112 km/h fahren, während ein Gespann 96 km/h nicht überschreiten darf.

Frankreich dagegen setzt auf Fairness allen Fahrzeugen gegenüber und erlaubt einheitlich sportliche 130 km/h auf Autobahnen und 110 km/h auf Schnellstraßen.

Besonders aufpassen muss man in Schweden, dort gibt es nämlich keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen. Der Autofahrer muss also ständig auf die entsprechende Beschilderung achten.

Wer beispielsweise in Norwegen das Tempolimit um 20 Stundenkilometer überschreitet, bekommt direkt ein Knöllchen über 430 Euro verpasst. Teuer wird eine Überschreitung auch in Italien (ab 170 Euro), Großbritannien (ab 120 Euro) oder der Schweiz (ab 150 Euro).

Interessant wird es für Urlauber, die eine Reise nach Bulgarien planen. Hier gilt ein strenges Tempolimit für alle Motorradfahrer und Autos mit Gespann, jedoch Pkws dürfen aufs Gas treten und bis zu 140 km/h fahren.

Vor der Urlaubsfahrt genau informieren

Von Interesse für deutsche Urlaubsreisende: Ein fehlendes generelles Tempolimit auf Autobahnen wie in Deutschland gibt es weit und breit in Europa nicht.

Deshalb zahlt es sich aus, die einzelnen Länder vor Urlaubsbeginn genauestens unter die Lupe zu nehmen. Denn bei einem Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung, kann ein dreistelliger Eurobetrag und höher die Urlaubskasse unnötig strapazieren und die Autofahrt in den Urlaub allen Mitreisenden vermiesen.

Einen ausführlichen Überblick gibt es etwa beim ADAC.

Wer sein Smartphone als Navi auch im Ausland nutzen möchte, sollte sich nach einer Offline-Navi-App umschauen. Einen Überblick gibt es hier.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.