Nach einem Unfall gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Foto: Shutterstock/Monkey Business Images
Nach einem Unfall gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Foto: Shutterstock/Monkey Business Images

Autounfall – das richtige Verhalten, wenn es kracht

Ein Autounfall kommt unerwartet. Schnelles und richtiges Handeln ist wichtig, um sich selbst, Unfallbeteiligte und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Die wenigsten wissen allerdings, wie sie bei einem Verkehrsunfall zu handeln haben. Zum einen fehlt es an Wissen, zum anderen ist es der Schock, der in den Gliedern sitzt. Es gibt ein paar Dinge, an die sich Verunfallte unbedingt halten sollten.

Warnblinklicht einschalten und Ruhe bewahren

Einmal tief einatmen und Ruhe bewahren! Verkehrsteilnehmer sind direkt nach einem Autounfall geschockt, gestresst, erregt und schlimmstenfalls verletzt. Daher ist es wesentlich, ruhig zu bleiben, den Unfall zu überblicken und nicht in Stress zu verfallen. Blindes herumrennen verschlimmert die Problematik nur.

Mit einem kühlen Kopf lässt sich alles wesentlich bedachter erfassen. Auch laut ADAC steht an oberster Stelle die eigene Sicherheit. Das Einschalten der Warnblinkanlage warnt andere Verkehrsteilnehmer und vermeidet weitere Unfälle, die meist unnötig wären. Das Warndreieck wird außerdem etwa 100 Schritte von der Unfallstelle entfernt platziert.

Polizei oder nicht?

Grundsätzlich gilt: Wenn niemand verletzt ist und es sich um einen Verkehrsunfall mit geringem Sachschaden handelt, muss nicht zwingend die Polizei verständigt werden.

Das ist aber nur dann der Fall, sofern sich die Unfallbeteiligten im Hinblick auf die Schuldfrage einig sind. Falls nicht, ist ein Anruf bei den Gesetzeshütern wohl der einzig richtige Weg.

Den Verkehrsunfall richtig aufnehmen

Das Unfallgeschehen muss unverzüglich korrekt dokumentiert werden – vorher dürfen auch die Fahrzeuge nicht verändert werden. Um den Verkehr nicht unnötig aufzuhalten, sollte das rasch erfolgen.

Bei starkem Verkehr ist es möglich, die Positionen der Wagen mit Kreide zu markieren und sie zeitnah an den Seitenstreifen zu fahren. Dann ist die Fahrbahn schnell wieder frei und der Verkehrsunfall trotzdem lückenlos nachvollziehbar – relevant, um versicherungstechnische Belange zu regeln.

Korrekte Dokumentationen erfordern Fotoaufnahmen der gesamten Unfallsituation und beider Fahrzeuge. Die komplette Umgebung sollte zu sehen sein, damit Experten später den Unfall einschätzen können.

Versicherungsdaten austauschen

Es reicht keineswegs, ein unscharfes Foto zu knipsen, auf dem womöglich nur grob die Spuren am eigenen Wagen zu erkennen sind, die der Autounfall hinterlassen hat. Umso mehr Daten vorhanden sind, desto leichter gestaltet sich im Anschluss der Papierkram.

Sind sich die beiden Unfallbeteiligten einig, erfolgt anschließend noch der Austausch der Versicherungsdaten, Anschriften und Telefonnummern.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.