Eine Rettungsgasse auf der Autobahn kann Leben retten. Foto: dpp-AutoReporter
Eine Rettungsgasse auf der Autobahn kann Leben retten. Foto: dpp-AutoReporter

Autobahn – Rettungsgasse bei Stau ist lebenswichtig

Eine Rettungsgasse auf der Autobahn kann bei einem Unfall Leben retten – sofern diese vorhanden ist. Denn obwohl jeder Fahrzeugführer verpflichtet ist, die Rettungsgasse ständig freizuhalten, stehen Sanitäter und Notärzte oft vor einem großen Problem: Andere Verkehrsteilnehmer versperren ihnen im Falle eines Staus den Weg zum Unfallort.

Um solche Verkehrsbehinderungen zu verhindern, weist der AvD auf einige Verhaltensregeln im Falle eines Staus auf der Autobahn hin.

Für Schnellstraßen gilt grundsätzlich, dass die Rettungsgasse zwischen linker und rechter Spur gebildet wird, jedoch keinesfalls auf dem Standstreifen.

Befindet sich der Autofahrer auf der linken Spur einer Autobahn, ist er dazu angehalten, den Weg zwischen dieser und der mittleren Spur freizuhalten.

Benutzt der Verkehrsteilnehmer allerdings die mittlere oder rechte Spur, geschieht die Orientierung an der rechten Fahrbahnbegrenzung.

In allen Fällen ist es unerlässlich, genügend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen zu halten. Fahrer auf der linken Spur sollten mindestens 10 Meter Abstand lassen, Fahrer auf der mittleren und rechten Spur mindestens 15 Meter. So ist die Möglichkeit gegeben, notfalls auf die Standspur zu wechseln. Wichtig ist zudem, den Warnblinker einzuschalten und das heranfahrende Fahrzeug im Rückspiegel zu beobachten, um Auffahrunfälle zu vermeiden.

Da sich Fahrer auf der Autobahn oftmals nicht angemessen verhalten, macht der AvD zusätzlich auf Regeln aufmerksam, die gelegentlich missachtet werden. So ist es zum einen untersagt, erst nach einem Unfall die Rettungsgasse zu bilden, den Rettungsfahrzeugen in dieser Situation zu folgen sowie sich auf der Standspur vorzudrängeln. Zum anderen ist es nicht gestattet, Parkplätze oder Ausfahrten für die kurzzeitige Umfahrung des Staus zu nutzen.

Doch gibt es hier eine Ausnahme: Fahrzeuge, die die Autobahn verlassen wollen, dürfen ab 300 Meter vor der nächsten Abfahrt die Standspur benutzen, müssen aber den rechten Blinker setzen und gegebenenfalls andere Fahrzeuge einscheren lassen.

Weiterhin betont der Automobil-Club die gegenseitige Rücksichtnahme unter Auto- und Motorradfahrern. Auch wenn es letzteren zwar verboten ist, sich zwischen Fahrzeugen hindurch zu schlängeln, dürfen die anderen Verkehrsteilnehmer diese deswegen nicht nötigen.

Besondere Vorsicht ist auch beim Aussteigen während eines Staus geboten. Die größte Sicherheit bietet hier der Standstreifen. Das Fahrzeug sollte, wenn überhaupt nur in dringenden Fällen und bei gutem Wetter, mit angezogener Warnweste verlassen, nicht aber unbeaufsichtigt zurück gelassen werden.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.