Ob man neben dem Weihnachtsbaum auch noch Geschenke auf dem Autodach transportieren sollte, ist zumindest fraglich. Foto: Shutterstock/gorillaimages

Weihnachtsbaum im Auto – so transportiert man ihn richtig

Heiligabend steht vor der Türe und eigentlich ist alles vorbereitet. Was noch fehlt, ist der Weihnachtsbaum. Die Statistik besagt, dass etwa 60 Prozent aller Deutschen auf den Autotransport setzen, um den Tannenbaum nach Hause zu befördern. Was dabei zu beachten ist, erklären wir hier.

Der Autotransport scheint auf den ersten Blick praktisch, wer den Tannenbaum aber nicht ordnungsgemäß sichert, riskiert ein hohes Bußgeld.

Abgesehen davon ist ein falsch transportierter Weihnachtsbaum auch noch ein Sicherheitsrisiko. Doch wie kommt der Christbaum möglichst sicher und einfach nach Hause?

Autotransport für kleinere Weihnachtsbäume

Umso kleiner der Christbaum, desto einfacher ist auch der Transport, denn dann lässt sich der Weihnachtsbaum einfach im Kofferraum verstauen. Für die Fixierung sind spezielle Gurte sinnvoll.

Zusätzlich sind die Autositze eine praktische Hilfe. Hierfür wird der Christbaum so nah wie möglich an der Rückbank platziert. Dann werden die Lehnen umgeklappt und schon ist der Weihnachtsbaum fixiert.

Ragt der Stamm des Baumes aus dem Kofferraum, gelten hierfür ganz spezielle Richtlinien. Doch bestenfalls passt ein kleinerer Christbaum komplett in den Kofferraum, dann ist nur wichtig, dass alle Insassen sich ordnungsgemäß anschnallen können und der Fahrer freie Sicht hat.

Der Weihnachtsbaum auf dem Autodach

Auf dem Dach darf der Tannenbaum beim Autotransport höchstens anderthalb Meter nach hinten überstehen. Wenn der Stamm mehr als einen Meter über das Heck ragt, ist eine Kennzeichnung mit einer roten Fahne vorgeschrieben. Darüber hinaus ist eine möglichst stabile Fixierung nötig.

Von Gummibändern sollte Abstand genommen werden, das raten auch Experten. Denn bei einer Vollbremsung bieten die Bänder kaum Sicherheit und schlimmstenfalls verwandelt sich der Christbaum zu einem lebensgefährlichen Geschoss.

Spanngurte halten den Baum dort, wo er hingehört, und können gut mit dem Dachgepäckträger verbunden werden. Sofern kein Gepäckträger auf dem Dach vorhanden ist, wird der Weihnachtsbaum besser im Auto transportiert.

Dabei ist wichtig, dass bei einem Autotransport der Kofferraum-Deckel gesichert ist und alle Lichter frei sind. Der Fahrer muss auf Beinfreiheit achten und die Sicht ist ebenfalls von enormer Wichtigkeit, sonst droht Unfallgefahr.

Mit einem Baum auf dem Dach sollte eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer nicht überschritten werden. Übrigens: Zeigt die Spitze des Weihnachtsbaums Richtung Heck, dann können keine Äste vom Fahrtwind abgerissen werden. Das könnte für andere Verkehrsteilnehmer zur Behinderung werden.

Werden die Punkte alle beachtet, steht der heimischen Bescherung unter dem geschmückten Weihnachtsbaum eigentlich nichts mehr im Weg.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.