Obwohl moderne Fahrzeige sehr zuverlässig sind, kann es immer wieder zu einer Panne oder unvorhersehbaren Ereignissen kommen. Foto: Shutterstock/l i g h t p o e t
Obwohl moderne Fahrzeige sehr zuverlässig sind, kann es immer wieder zu einer Panne oder unvorhersehbaren Ereignissen kommen. Foto: Shutterstock/l i g h t p o e t

Tipps für Autofahrer – was in Notsituationen zu tun ist

Trotz moderner Sicherheitsassistenten in PKWs können Autofahrer in brenzlige Situationen geraten, wenn plötzlich die Technik des Fahrzeugs versagt oder etwas Unvorhersehbares passiert. In solchen Momenten ist es wichtig zu wissen, wie man sich als Fahrer und Beifahrer zu verhalten hat. Im Folgenden sind einige Verhaltensregeln für solche Fälle aufgeführt.

Reifenplatzer

Auf keinen Fall hektisch oder ruckartig lenken, da das Heck des PKWs sonst ausbrechen und das Fahrzeug ins Schleudern geraten kann. Langsam abbremsen und vorsichtig gegenlenken, bis der Wagen am Fahrbahnrand zum Stehen kommt. Wichtig ist es, sofort die Warnblinklichtanlage einzuschalten, um andere Autofahrer zu warnen. Der Automobilclub ADAC weist darauf hin, dass durch regelmäßige Kontrolle des Reifenluftdrucks einem Reifenplatzer vorgebeugt werden kann.

Rauchentwicklung

Bemerkt der Fahrer eines PKWs während der Fahrt plötzlich Qualm im oder am Auto, sollte er zunächst die Lüftung ausschalten, damit die giftigen Gase nicht ins Fahrzeuginnere eintreten. Die Gründe der Rauchentwicklung, beispielsweise unter der Motorhaube, können mitunter ganz harmlos sein. Dennoch sollte sofort gehalten werden, damit die Insassen das Auto verlassen können. Unverzüglich den Notruf wählen und auf Hilfe warten.

Motorstillstand

Geht der Motor während der Fahrt plötzlich aus, kann es sein, dass auch Servolenkung und Bremskraftverstärker des PKWs betroffen sind. Der Fahrer muss nun deutlich mehr Kraft zum Lenken und Bremsen aufwenden, um das Fahrzeug kontrolliert anzuhalten. Selbst wenn sich das Bremspedal blockiert anfühlt, kann das Auto durch volle Druckausübung relativ sicher abgebremst werden. Den Wagen neu zu starten, während dieser noch rollt, ist hingegen nicht ratsam, so Auto-Service.de. Beim Zurückdrehen des Zündschlüssels kann das Lenkradschloss einrasten, sodass das Auto für einen Moment nicht mehr steuerbar ist.

Handlungsunfähiger Fahrer

Sieht sich ein Fahrer während der Fahrt mit gesundheitlichen Problemen wie Schwindel, Schmerzen oder Übelkeit konfrontiert, gilt es, das Fahrzeug möglichst schnell und sicher zum Stehen zu bringen. Ist dies nicht mehr möglich und der Fahrer ist handlungsunfähig, muss der Beifahrer eingreifen. Oberste Priorität hat hierbei das Lenken, um einen Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Nach Möglichkeit den Schalt- oder Automatikwählhebel in den Leerlauf schalten und versuchen zu bremsen, wenn nötig auch mit der Handbremse.

Plötzlicher Seitenwind

Gerät ein PKW bei plötzlich auftretendem Seitenwind auf Landstraßen oder Brücken ins Schlingern, bleibt nur eins: Die Geschwindigkeit verringern und vorsichtig gegenlenken, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Mit einem Anhänger kann dies auch ohne Wind ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h vorkommen. Je langsamer das Fahrzeug fährt, desto mehr Reaktionszeit bleibt, um ruhig gegenzulenken.

Aquaplaning

Besonders in Spurrillen auf Autobahnen kann es bei starkem Regen und hohen Geschwindigkeiten zu Aquaplaning kommen. Die Reifen verlieren ihre Bodenhaftung und das Auto schwimmt auf, es reagiert nicht mehr auf die Lenkung. Hier gilt es den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, die Kupplung zu treten und so das Tempo ruhig zu verlangsamen. Auf keinen Fall darf stark gebremst oder hektisch gegengelenkt werden, da das Fahrzeug sonst ausbrechen kann, wenn einzelne Reifen plötzlich wieder Bodenkontakt haben.

Fahrzeug steuert auf Gewässer zu

Gerät das Auto, beispielsweise durch Glatteis, unkontrolliert von der Fahrbahn ab und steuert auf ein Gewässer zu, sollten Fahrer und Beifahrer sofort die Türen öffnen. Ist der PKW einmal untergetaucht, ist dies durch den Druck unter Wasser nicht mehr möglich. Wird die Zeit zu knapp, um die Türen zu öffnen, können die Insassen die Fenster eintreten und auf diesem Weg das Auto verlassen.

Ungewollte Beschleunigung

Beschleunigt der Wagen plötzlich ungewollt, ist dies auf eine zu hohe Leerlaufdrehzahl zurückzuführen, die beispielsweise durch einen Kaltstart oder das Ansaugen von Motoröl erreicht wird. In diesem Fall muss umgehend das Kupplungspedal getreten, der Schalthebel auf Leerlauf (bei einem Automatikgetriebe in N-Position) gestellt und möglichst schnell und kräftig gebremst werden.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.