Flipflops im Auto sind zwar nicht verboten. Im Falle eines Unfalls kann es aber zu Problemen kommen. Foto: Shutterstock/Maridav

Diese Dinge sind im Auto verboten

Sind offene Schuhe während des Fahrens erlaubt? Ist es verboten am Steuer eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und zu telefonieren? Viele Autofahrer werden erst nach einem Unfall auf Verstöße der Straßenverkehrsordnung ihrerseits hingewiesen.

Etwa dann, wenn die Versicherung sich weigert zu zahlen oder bei einer Polizeikontrolle hohe Geldbeträge bezahlt werden müssen, die im Bußgeldkatalog festgesetzt sind.

Barfuß, mit High-Heels oder Sandalen zu fahren ist seitens der Straßenverkehrsordnung nicht verboten – denn laut des Gesamtverbundes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist das Schuhwerk für die Fahrleistung nicht entscheidend.

Dasselbe gilt für die Bedienung von Geräten, wie beispielsweise Navigationssysteme oder Radios, und für das Verspeisen von Mahlzeiten. Auch Gespräche zwischen Fahrer und Beifahrer sowie das Nachschminken im Rückspiegel werden gesetzlich toleriert.

Problemfall Tiere im Auto

Problematisch wird es auch dann nicht, wenn Tiere transportiert werden. Dennoch ist hier zu beachten, dass diese gesichert untergebracht sein müssen. Etwa in einer speziellen Transportbox oder im Kofferraum – die Tiere dürfen sich nicht frei auf der Rückbank bewegen.

Sollte es jedoch aufgrund der Ausführung dieser Tätigkeiten zu einem Unfall kommen, behält sich die jeweilige Versicherung vor, für mögliche Schäden aufzukommen. Vor allem Vollkaskoversicherungen berufen sich schnell auf grobe Fahrlässigkeit, um eine Zahlung zu umgehen. Hier sind Premium-Versicherungen eine gute Alternative: Sie zahlen auch bei gröberen Verstößen.

Jedoch gibt es Dinge, die im Straßenverkehr rechtswidrig sind. Dazu zählen das Lesen von Magazinen und Zeitschriften und die Benutzung des Smartphones. Der Straßenverkehrsordnung zufolge ist es bereits hinreichend, das Handy nur zu berühren, um eine Strafe zu kassieren.

Bei Alkohol null Toleranz

Der Bußgeldkatalog sieht hier sowohl eine Summe von 60 Euro, als auch einen Punkt in Flensburg vor. Allerdings ist das Telefonieren über die Freisprechanlage erlaubt.

Ebenso ist das Kostümieren und Tragen von Gesichtsmasken am Steuer sowie das Fahren mit vereisten Scheiben rechtlich untersagt – es droht ein Verwarnungsgeld.

Alkoholkonsum während der Fahrt ist zwar gesetzlich nicht verboten, doch dies gilt nur, solange der Promillehöchstwert von 0,5 nicht überschritten wird. Hier ist davon auszugehen, dass Versicherungen keinerlei Toleranz zeigen und die Zahlung im Falle eines Unfalls ausschlagen werden.

Der Bußgeldkatalog schreibt eine Strafe von mindestens 500 Euro vor. Dazu kommen zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.