Wenn Scheibenwischen schmieren, müssen sie noch nicht unbedingt gewechselt werden. Manchmal reicht eine Reinigung. Foto: Shutterstock/supergenijalac
Wenn Scheibenwischen schmieren, müssen sie noch nicht unbedingt gewechselt werden. Manchmal reicht eine Reinigung. Foto: Shutterstock/supergenijalac

Tipps und Tricks: Scheibenwischer wechseln und reinigen

Falls Scheibenwischer plötzlich Schlieren ziehen, muss man nicht zwangsläufig die Wischblätter austauschen. Auch eine gründliche Säuberung kann Wunder wirken und spart dazu auch noch Geld. Unser Artikel erklärt, wie die Reinigung am besten vonstatten geht und bei Bedarf Scheibenwischer und Heckscheibenwischer selbst gewechselt werden können.

Vor allem im Winter müssen Scheiben- und Heckscheibenwischer einiges aushalten. Streusalz und Dreck kann diese schnell so verschmutzen, dass sie die Windschutzscheiben nicht mehr ordentlich wischen. Experten empfehlen, die Scheibenwischer zweimal pro Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit und Sauberkeit zu überprüfen.

Als Reinigungsmittel für die Wischer sollte eine Mischung aus Spülmittel und Wasser verwendet werden. Ein spezielles Autoshampoo ist ebenfalls im Handel erhältlich. Größerer Schmutz kann mit unverdünntem Frostschutz leichter entfernt werden.

Dabei aber nicht zu großzügige Mengen des Mittels verwenden, da sonst die Lebensdauer der Scheibenwischer deutlich verkürzt werden kann. Benzin sollte auf jeden Fall vermieden werden, da dies die Graphit- und Gummischicht auf den Wischern irreparabel beschädigt.

Zur Reinigung müssen lediglich die Wischerarme hochgeklappt werden. Als Reinigungstuch empfiehlt sich ein Baumwoll- bzw. normales Küchentuch. Nach der Reinigung nur noch mit einem trockenen Tuch abwischen.

Besser auf Markenprodukte setzen

Ist ein Tausch nötig, sollte auf Markenprodukte gesetzt werden. Renommierte Scheibenwischer und Heckscheibenwischer von Herstellern wie Bosch oder SWF haben meist eine längere Lebensdauer und wischen auch gründlicher als No-Name-Produkte. Beim Material sollte auf eine Mischung aus Synthetik und Naturgummi gesetzt werden.

Der Wechsel der Wischblätter ist gleichfalls einfach zu bewerkstelligen. Nur das Gummiblatt muss gewechselt werden, welches die Windschutzscheibe wischt. Der untere Wischerarm und die Metallschiene können meist weiterhin benutzt werden.

Die richtige Größe der Wischblätter ist nun entscheidend. Es ist nicht zwangsläufig anzunehmen, dass beide Blätter gleichgroß sind, eher das Gegenteil. Nach dem Nachmessen können in einem Geschäft für Autozubehör Blätter mit der passenden Größe gekauft werden. Neue Wischblätter sollten etwa 10 Euro pro Stück kosten.

Für den Einbau muss zunächst der Metallwischer so angehoben werden, dass er senkrecht zur Windschutzscheibe steht. An der Stelle, an der der Gummiwischer auf den Metallarm trifft, kann das alte Gummiblatt nach Drücken eines kleinen Stoppers gelöst werden.

Danach können die neuen Wischblätter an derselben Stelle eingesetzt werden, an der vorher die alten hinausgeschoben wurden. Nach dem Einbau kann der Wischer nun wieder vorsichtig auf die Windschutzscheibe zurückgedrückt werden.

Beschädigte Wischblätter wechseln

Wischblätter müssen vor allem dann gewechselt werden, wenn diese Risse haben oder der Regen nicht mehr ausreichend gut von der Windschutzscheibe gewischt wird. Dann ist es wahrscheinlich, dass das Gummi seine Haftung verloren hat.

Moderne Autos haben standardmäßig einen besonderen Typ Scheibenwischer verbaut, sogenannte Flatblades. Diese sind zwar in der Anschaffung teurer, können jedoch auch bei älteren Autos nachgerüstet werden und säubern vor allem bei höheren Geschwindigkeiten gründlicher.

Heckscheibenwischer sind ebenfalls regelmäßig zu kontrollieren. Sind diese zu alt, kann sich die Gummiabdeckung lösen und durch die darunterliegenden Metallteile die Scheibe zerkratzt werden.
Die gleiche Gefahr droht bei älteren Autos, die noch über Scheibenwischer für die Scheinwerfer verfügen. Bei einer Polizeikontrolle müssen selbst diese einwandfrei funktionieren.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.