Gegen Autodiebstahl gibt es einige effektive Maßnahmen. Foto: Shutterstock/Syda Productions

Tipps gegen Autodiebstahl – GPS, künstliche DNA und Parkkralle

Der Albtraum eines jeden Autofahrers ist, wenn sein Wagen plötzlich nicht mehr da steht, wo man ihn zuvor noch geparkt hat. Effektiver Schutz gegen einen Autodiebstahl lässt sich jedoch nicht nur durch eine Alarmanlage, ein Lenkradschloss oder durch eine Wegfahrsperre erreichen.

Beim Parken des Fahrzeugs sollte zunächst ein Ort gewählt werden, der von vielen Menschen besucht wird. Einer gut beleuchteten und belebten Straße sollte einer dunklen Gasse ohne jeglichen Menschen- oder Autoverkehr der Vorzug gegeben werden.

Sollte jemand ihr Fahrzeug fotografieren oder Autos mit ausländischen Kennzeichen langsam die Straße immer wieder auf- und abfahren, sollte die Polizei informiert werden. Ein Autodiebstahl könnte sich in solchen Fällen anbahnen.

Die Wegfahrsperre aktiviert sich nur, wenn auch der Schlüssel nicht mehr im Zündschloss steckt. Bei der kürzesten Abwesenheit sollte dieser herausgezogen und mitgenommen werden.
Zudem sollte immer die neuste Technologie von Wegfahrsperren verwendet werden. Diebe können ältere elektronische Wegfahrsperren leicht überwinden. Selbst allerneuste Systeme sind vor gut ausgerüsteten Dieben mit Notebook nicht gefeit.

Lenkradschloss und Lenkradsperre

GPS-Ortungssysteme gelten als wirksames Mittel, um Fahrzeuge nach einem Autodiebstahl wiederaufzufinden. Satellitengeschützte Alarmanlagen können die geringste Bewegung eines Autos feststellen und eine Meldung an den Eigentümer senden. Dabei sollten aufgrund von eventuellen Akkuproblemen die festeingebauten Varianten bevorzugt werden.

Das Lenkradschloss muss immer eingerastet werden, sonst bietet dieses keinen Diebstahlschutz. Eine weitere Alternative zum Lenkradschloss ist eine Lenkradsperre, die das Drehen des Lenkrads erschwert.

Da diese deutlich sichtbar ist, wirkt sie auf Diebe abschreckend. Eine Gangschaltungssperre, die für gewöhnlich fest im Auto montiert ist, macht es dem Dieb, ähnlich wie ein Lenkradschloss, ebenfalls schwerer.

Bei längerer Abwesenheit kann an einen der Reifen auch eine Parkkralle angebaut werden. Dieser Stahlbügel, der außen an das Auto angebracht wird, schützt dadurch, dass er nur sehr schwer entfernt werden kann und deutlich sichtbar ist.

Ersatzschlüssel nicht ins Auto

Die Alarmanlage sollte in Betrieb genommen werden, falls diese sich nicht automatisch beim Verlassen aktiviert. Diebstahlwarnanlagen sollten melden, sobald jemand in Kontakt mit dem Auto kommt, den Innenraum betritt oder das Auto (wie beim Abschleppen) neigt. Die Kontakt- und Innenüberwachung ist bei den meisten Alarmanlagen vorhanden, eine Neigungsüberwachung muss meist noch nachgerüstet werden. Türen, Fenster, Schiebedächer, der Kofferraum und Tankdeckel sollten bei Verlassen geschlossen werden.

Ersatzschlüssel sollten auf keinen Fall am oder im Auto verwahrt werden. Versicherungen können sich bei einem solchen Fall auf eine grobe Fahrlässigkeit des Fahrers berufen und die Ersatzzahlungen verweigern.

Die ersten Autoschlüssel und Fahrzeugpapiere sollten außerdem an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. In der Jacken- oder Manteltasche können diese in einer Gaststätte leicht von Dieben gestohlen werden. Auch Zuhause sollte ein sicherer Ort gewählt werden, falls es zu einem Einbruch kommt.

Teure Gegenstände wie Navigationssysteme, Mobiltelefone oder Autoradios sollten bei Verlassen des Autos mitgenommen werden. Selbst die scheinbar besten Verstecke kennt jeder Dieb. Auch die Halterung des Navis sollte entfernt werden, da Langfinger auch danach Ausschau halten, um zu sehen, ob sich ein Einbruch lohnen würde.

Künstliche DNA schreckt ab

Mit Hilfe von künstlicher DNA, die in Deutschland seit 2009 eingesetzt wird, kann man sein Fahrzeug markieren. Durch diese Präventionsmaßnahme können Wertgegenstände mit einer Markierung versehen werden und bei einem Diebstahl dem eigentlichen Eigentümer danach zweifelsfrei wieder zugeordnet werden.

Diebe schrecken vor markierten Autos und anderen markierten Wertgegenständen zurück, da die Polizei mit einer simplen UV-Lampe auf einen Blick überprüfen kann, ob eine Ladung Diebesware enthält.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.