Wer sich unter Drogeneinfluss hinters Steuer setzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Foto: Shutterstock/Nikita Starichenko

Keine Gnade bei Drogen am Steuer

Wer unter dem Einfluss von Drogen am Straßenverkehr teilnimmt, riskiert bekanntermaßen nicht nur hohe Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern auch den Führerscheinentzug und muss eine Eignungsuntersuchung, die MPU, über sich ergehen lassen. Weitaus weniger bekannt ist allerdings die Tatsache, dass selbst bei gewöhnlichem Drogenkonsum der Verlust des Führerscheins droht – auch wenn man nicht aktiv in das Verkehrsgeschehen eingreift.

In seiner Broschüre „Drogen im Straßenverkehr“, die als Download auf der Internetseite bereitsteht, weist der ADAC auf Konsequenzen nach Drogenmissbrauch hin. Darin enthalten sind auch Informationen zu rechtlichen Fragen und Definitionen der einzelnen Substanzen.

Grundsätzlich sind mit Drogen alle Präparate gemeint, deren Besitz und Kauf illegal ist. Darunter fallen Heroin, Crack, Kokain, und Partydrogen wie Ecstasy und Amphetamine. Die einzige Ausnahme bildet Cannabis: Hier entscheiden Häufigkeit und Gewohnheit des Konsums über die weitere Vorgehensweise.

Fakt ist aber, dass Personen, die unter Drogeneinfluss stehen und dabei erwischt werden, mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen müssen – und zwar unabhängig davon, ob sie am Straßenverkehr teilnehmen oder nicht. Erst nach bestandener MPU und dem Nachweis eines mindestens einjährigen drogenfreien Lebens, erlangt man den Führerschein zurück.

Probleme mit der Führerscheinprüfung

Auch für Jugendliche, die noch keine Fahrerlaubnis besitzen, aber dennoch nachweislich Drogen konsumieren, zieht der Missbrauch Konsequenzen mit sich. Zur Fahrprüfung zugelassen sind nur die Personen, die ein mindestens einjähriges drogenfreies Leben vorweisen können. Die Überprüfung erfolgt anhand von kurzfristigen Urin- und Haarproben. Eine MPU ist hier nicht notwendig.

Es ist also unwichtig, ob der Konsum einmalig stattfindet oder regelmäßig. Allgemein gilt: Personen, die unter Drogeneinfluss stehen, sind generell nicht dazu geeignet ein Kraftfahrzeug zu führen.

Gemeint sind auch Beifahrer und Fahrradfahrer, denen aufgrund von Drogenmissbrauch Fahruntüchtigkeit nachgewiesen werden kann – es droht auch hier der Führerscheinentzug. Wer also seine Fahrerlaubnis wiederhaben möchte, muss bei der zuständigen Behörde die zeitintensive und kostspielige MPU erfolgreich bestehen.

Auch in diesem Jahr startet der ADAC wieder eine Kampagne, die zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr beitragen soll.

Mit der Initiative „2015 – ja sicher!“ und dem Themenschwerpunkt „Drogen und Alkohol“, will der Automobil-Club auf unbekannte Risiken im Straßenverkehr hinweisen und verdeutlichen, dass jeder Einzelne die oftmals gefährliche Verkehrssituation verändern kann – egal, ob man direkt in das Verkehrsgeschehen eingreift oder nicht.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.