Beleidigungen im Straßenverkejr können ziemlich teuer werden. Foto: Shutterstock/Sergey Peterman
Beleidigungen im Straßenverkejr können ziemlich teuer werden. Foto: Shutterstock/Sergey Peterman

Bußgeldkatalog – das kosten Beleidigungen im Straßenverkehr

Ein Blick in den Bußgeldkatalog lohnt sich vor allem für diejenigen Autofahrer, bei denen im Straßenverkehr schnell die Emotionen hochkochen. Ein Stinkefinger oder Ausdrücke wie „dumme Kuh“ oder „Idiot“ als Beleidigung, für seiner Ansicht nach rüpelhaftes Benehmen auf den Straßen, kosten schmerzlich viel Geld.

Angefangen bei 300 Euro für oben genanntes Tier bis hin zu stolzen 4000 Euro für den berühmten Stinkefinger. Detailliert und unmissverständlich steht im Bußgeldkatalog, was den Autofahrer erwartet, der sich flegelhaft benimmt und sich verbal nicht unter Kontrolle hat.

Ausraster und Beleidigungen haben im Straßenverkehr nichts zu suchen

Sicher, es ist ärgerlich, wenn der Parkplatz kurz vor dem Einparken von einem schneidigen Fahrer weggeschnappt wird. Auch das Auffahren und Aufblinken von Autofahrern auf der linken Spur auf Autobahnen ist ärgerlich. Jedoch kann eine schnell gestikulierte Beleidigung bei Weitem mehr Ärger verursachen, als sich zusammenzureißen und unter Kontrolle zu halten.

Frust hat am Steuer nichts zu suchen und lenkt nur von konzentriertem Fahren ab. Der Bußgeldkatalog kennt hier kein Erbarmen und der zu oft gebrauchte Stinkefinger im Berufsverkehr kostet schlicht ein überdurchschnittliches Monatsgehalt.

Eine im Straßenverkehr verbal oder nonverbal ausgesprochene Beleidigung ist eine Straftat. Laut § 185 StGB handelt es sich bei einer Beleidigung im Straßenverkehr um eine Straftat, die mit empfindlichen Geldstrafen belegt wird oder in Extremfällen bis hin zu einer Freiheitsstrafe.

Stinkefinger kostet richtig viel Geld

Die wenigsten Autofahrer beschäftigen sich mit dem Bußgeldkatalog und sind sich dessen oft nicht bewusst, dass eine leichtfertig dahingesagte Beleidigung oder der schnell gezückte Stinkefinger richtig Geld kosten und nichts mit einem Kavaliersdelikt zu tun hat.

Wiederholungstäter sollten in jedem Fall dem Bußgeldkatalog Beachtung schenken. Wer sich im Straßenverkehr nicht im Griff hat und wiederholt und nachweislich Flüche, Beleidigungen und eindeutige Gesten verwendet, muss sich unter Umständen auch hinter Gittern Gedanken über sein Verhalten im Straßenverkehr machen.

Auch hängt die finanzielle Strafe des Beschuldigten wesentlich von der Höhe seines Einkommens ab. Rabiate Managertypen kommen dann nicht mit ein paar Tausend Euro davon, sondern müssen schon mal bis zu dreißig Tagessätze berappen. Sportliche fünfstellige Beträge werden auch den beratungsresistentesten Straßenrowdy zur Räson bringen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.