Eine Anhängerkupplung am eigenen Auto kann sich als sehr praktisch erweisen. Foto: Shutterstock/Linda George

Anhängerkupplung nachrüsten – so einfach geht’s

Durch die Montage einer Anhängerkupplung werden Wert und Nutzbarkeit eines Autos deutlich gesteigert. Die Anwendungsmöglichkeiten für eine solche Kupplung sind vielfältig. So kann eine Anhängerkupplung auch dazu dienen, einen Fahrradträger anzubringen, um beispielsweise bequem ein oder mehrere Zweiräder mit in den Urlaub nehmen zu können.

An den meisten Fahrzeugen kann eine Anhängerkupplung ohne Probleme nachträglich angebracht werden. Es gibt nur äußerst wenig Autos bei denen das Nachrüsten nicht möglich ist. In der Regel handelt es sich dabei um Sportwagen.

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten eine Anhängerkupplung zu nutzen. Da wären beispielsweise Anhänger, die zum allgemeinen Transport dienen, Fahrradträger, Pferdeanhänger und Wohnwagen.

In den Fahrzeugpapieren ist es dem Eigentümer des Fahrzeuges jederzeit möglich nachzulesen, wie hoch das Gesamtgewicht eines Anhängers sein darf, das mit seinem Auto gezogen werden kann.

Abnehmbare Anhängerkupplung

Generell ist es empfehlenswert das Nachrüsten einer Anhängerkupplung bei einem Fachmann machen zu lassen. Die Montage ist nämlich nicht immer ganz einfach. Zunächst wird die passende Anhängerkupplung für das jeweilige Fahrzeugmodell benötigt. Dabei kann sich der Kunde zwischen einer fest montierten oder einer abnehmbaren Anhängerkupplung entscheiden.

Der Vorteil bei einer abnehmbaren Anhängerkupplung ist, dass diese werkzeuglos abmontiert werden kann. Dadurch behindert sie weder das Beladen, noch das Entladen des Kofferraums. Die Montage dauert je nach Fahrzeug zwischen zwei und drei Stunden.

Zusätzlich zu einer Anhängerkupplung gehört auch eine Elektroinstallation. Direkt neben der Anhängerkupplung wird eine Steckdose angebracht, in die später der Stecker des Anhängers gesteckt wird.

Dazu müssen einige Kabelstränge verlegt werden, da es Pflicht ist, dass die Beleuchtungsanlage des Anhängers funktioniert. Die Montage des Elektrosatzes kann ebenfalls bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen.

Praktisch für Fahrradträger

Auch ein Fahrradträger kann zügig an der Anhängerkupplung befestigt werden. Diese sind sogar für schwere und große Fahrräder gut geeignet. Es ist kein schweres Heben mehr erforderlich. Der Kofferraum bleibt stets uneingeschränkt zugänglich, auch wenn Fahrräder auf dem Träger befestigt sind. Einen guten Fahrradträger bekommt man bereits ab 150 Euro.

Die Kosten für eine Anhängerkuppel können zwischen 200 und 500 Euro liegen. Das hängt vom jeweiligen Fahrzeug ab. Schwere Geländewagen haben beispielsweise eine wesentlich höhere Zugleistung als Fahrzeuge in der Kompaktklasse. Anhängerkupplungen für Geländewagen sind daher deutlich stabiler, allerdings auch teurer. Die Kosten für den benötigten Elektrosatz liegen bei ungefähr 100 Euro.

Natürlich sind die Kosten von Werkstatt zu Werkstatt unterschiedlich. In einigen Werkstätten gibt es auch Pauschalpreis Angebote für die komplette Montage einer Anhängerkupplung. Bei den meisten Anhängerkupplungen sind eine Abnahme durch den TÜV und ein Eintrag in den Fahrzeugpapieren nicht mehr erforderlich.

Der Eigentümer des Fahrzeugs muss allerdings die Betriebserlaubnis und die Montageanleitung der Anhängerkupplung mit sich führen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.