Bei der Wäsche in einer Autowaschanlage sind ein paar Dinge zu beachten - besonders wenn nachher ein Schaden am Auto festgestellt wird. Foto: Shutterstock/Fotokostic
Bei der Wäsche in einer Autowaschanlage sind ein paar Dinge zu beachten - besonders wenn nachher ein Schaden am Auto festgestellt wird. Foto: Shutterstock/Fotokostic

Autowaschanlagen – was bei der Autowäsche zu beachten ist

Streusalz, Vogelkot oder Harz – im Jahresverlauf ist ein Pkw vielen aggressiven Umwelteinflüssen ausgesetzt, die sich auf Karosserie, Rädern und Scheiben festsetzen und eine Autowäsche daher unverzichtbar machen. Bei der Wahl der Autowaschanlage, sowie der Vor- und Nachbereitung der Wäsche selber, sind einige Dinge zu beachten.

Denn die richtige Autopflege fördert nicht nur die Optik des Fahrzeugs, sondern ist auch ein Mittel zum Werterhalt.

Vor der Autowäsche muss die Antenne abgeschraubt werden, damit diese während des Waschvorgangs nicht beschädigt wird. Die Fenster sind zu schließen, sodass kein Wasser ins Fahrzeuginnere gelangt. Zudem sollten die Scheibenwischer samt Regensensoren ausgeschaltet sein. Die allgemeinen Hinweise für Autofahrer am Eingang sind stets zu beachten.

Welche Autowaschanlage das beste Ergebnis verspricht, ist nicht immer an Preis oder Reinigungsdauer ersichtlich. Hilfreicher ist es, sich die Qualität der Autowäsche an bereits gewaschenen Wagen und die Sauberkeit der Anlage selber anzuschauen.

Wie gründlich und schonend eine Autowaschanlage arbeitet, ist an dem Zustand und der Sauberkeit der Lappen und Bürsten zu erkennen. Zudem können Waschbetriebe mit einem VDA-Gütesiegel ausgestattet sein, das technische Voraussetzungen zum Schutz vor Beschädigungen sicherstellt und dem Kunden somit eine geprüfte und schonende Autopflege verspricht.

Auch die Preise der einzelnen Waschprogramme sind nicht aussagekräftig. Sauber wird der Pkw durch jede angebotene Autopflege, der Zusatz von Wachsen oder ähnlichen Versiegelungen ist meist nur für die Optik.

Generell sind Autowaschanlagen zu bevorzugen, die eine manuelle Vorwäsche mit einem Dampfstrahler anbieten, da dieser Problemstellen wie Rückspiegel, Felgen und Windschutzscheibe besser reinigt und die Autopflege somit effektiver macht.

Schäden nach Autowäsche sofort melden

Werden nach einer Autowäsche Schäden am Wagen entdeckt, sollten diese sofort dem Betreiber gemeldet werden. Da der Kunde nachweisen muss, dass der Schaden in der Anlage entstanden ist, stehen die Chancen auf Schadensersatz besser, je früher er die Beschädigungen entdeckt, so der Automobilclub ADAC.

Hat der Kunde die Autowaschanlage jedoch ordnungsgemäß genutzt und der Lack ist nach der Wäsche beispielsweise zerkratzt, muss der Betreiber der Waschstraße für den Schaden aufkommen.

Wer sein Auto dennoch lieber selber waschen möchte, sollte dies nicht leichtsinnig in der eigenen Auffahrt tun. Der Boden der meisten privaten Einfahrten ist zu diesem Zweck nicht befestigt genug. Es besteht die Gefahr, dass das Schmutzwasser samt Treib- und Schmierstoffresten ins Grundwasser sickert.

Wer die Autopflege selbst in die Hand nehmen möchte, sollte daher eine SB-Waschanlage aufsuchen oder das eigene Grundstück von der zuständigen Behörde auf die Befestigung hin testen kann, um keine Ordnungswidrigkeit zu begehen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.