Wer lange etwas von seinem Auto haben will, sollte die Pflege des Gefährts nicht zu kurz kommen lassen. Foto: Shutterstock/Nejron Photo

Autopflege im Herbst – Vorsicht bei Feuchtigkeit im Auto

Für dauerhafte Freude am Auto ist eine regelmäßige und gewissenhafte Pflege unerlässlich. Dies gilt besonders für den Herbst, wenn das Wetter nach den wärmeren Sommermonaten umschlägt und es draußen kühl und feucht wird. Vor allem ist Feuchtigkeit im Auto zu vermeiden, denn diese führt an manchen Stellen zu Rost und kann erhebliche Schäden verursachen.

Hinweise auf Feuchtigkeit im Auto-Innern sind häufig beschlagene Scheiben und ein leicht unangenehmer Geruch. Mit einigen Tipps & Tricks kann man jedoch ganz leicht vorbeugen und sein Auto sicher auch durch diese Jahreszeit bringen.

Den Innenraum trocken halten

Da es draußen bedingt durch die Witterung im Herbst nass ist, kommt automatisch über die Kleidung und das Schuhwerk zu Feuchtigkeit im Auto. Vor allem in den Rillen und auch unter den Fußmatten sammelt sich Nässe, die durch warme Heizungsluft verdunstet und dafür sorgt, dass die Scheiben beschlagen.

Vor dem Einsteigen ist es daher ratsam, die Schuhe abzuklopfen und beispielsweise mitgebrachte Regenschirme auszuschütteln. Sammelt sich sichtbar Wasser in den Fußmatten, sollte dieses unbedingt ausgekippt, bzw. sollten die Fußmatten draußen ausgeklopft werden.

Idealerweise sind die Matten aus Gummi, denn dieses ist leichter zu reinigen, als Fußmatten aus Teppich, der die Feuchtigkeit auch noch speichert. Eine unter die Matten gelegte Zeitung saugt übrigens zusätzlich Nässe auf. Im Fußraum liegendes Laub ist ebenfalls zu entfernen, da es ansonsten im Auto vermodert. Auch empfiehlt es sich, die Reserveradmulde und weitere Stellen im Kofferraum zu untersuchen, da sich auch hier etwas Wasser ansammeln kann.

Laub vom Auto absammeln und Rost vorbeugen

Im Herbst ist aber nicht nur Feuchtigkeit im Auto ein Problem. Auch das nun von den Bäumen fallende Laub kann Schwierigkeiten verursachen und im schlimmsten Fall Rost auslösen.

Wer keinen geschützten Stellplatz wie beispielsweise in einer Garage hat, der sollte sein Fahrzeug regelmäßig von Blättern und anderen Pflanzenteilen befreien. Die Blätter speichern nämlich eine gewisse Feuchtigkeit und geben dadurch Gerbsäure ab, die wiederum den Lack und das Metall angreifen.

Daher sollten alle Blätter, die sich auf dem Auto ansammeln, stets sorgsam entfernt werden. Dies geht schnell und einfach mit einem Lappen, Schwamm, einem kleinen Besen oder indem die Blätter per Hand eingesammelt werden.

Dringt die Gerbsäure über bereits vorhandene Kratzer in den Lack ein, verursacht sie auf Dauer unschöne Flecken und Rost. Nach dem Absammeln der Blätter sorgen der Einsatz von Lackreiniger oder einer Lackpolitur für präventiven Schutz, auch eine Hartwachsversiegelung hilft, vorzubeugen.

Auf die Feinheiten achten

Laub verfängt sich auch in allen erdenklichen Öffnungen des Autos – in Schlitzen und Ritzen der Karosserie, in Lüftungsgittern und Einlassöffnungen, im Pollenfilter der Klimaanlage, in Ablauflöchern der Türen oder auch in und an den Rahmen von Schiebedächern sowie in Kanälen am Dachrahmen und unter der Motorhaube.

Auch hier muss das Blattwerk stets gewissenhaft entfernt werden, um Feuchtigkeit im Auto und potenzielle Rost-Bildung zu vermeiden. Sind diese Stellen verstopft, vermodert dort das Laub. Dies beschert unangenehme Gerüche und die in diesem Prozess erzeugte Feuchtigkeit kann in das Auto einsickern und etwa hinter die Seitenverkleidungen oder in den Fußraum gelangen.

Auch unter den Scheibenwischern sollten Blätter und andere Pflanzenteile wie Baumnadeln oder kleinere Äste entfernt werden. Die Wischerblätter können porös werden und hinterlassen dann Schlieren auf den Scheiben, die die Sicht erschweren. Im schlechtesten Fall können die Wischer sogar komplett blockieren. Was gerade bei Regen alles andere als optimal ist.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.