Autogas oder LPG ist eine günstige Alternative zu Benzin oder Diesel. Foto: Shutterstock/Jojoo64

Umrüsten auf Autogas – lohnt sich der Wechsel?

Die Benzinpreise steigen und fallen beinahe im Stundentakt. Kein Wunder also, dass viele Autofahrer mittlerweile nach günstigen Alternativen suchen. Eine davon ist das Autogas, auch LPG genannt. Da aber nicht jedes Fahrzeug standardmäßig mit einem Gastank angeboten wird – und ein Neufahrzeug oft finanziell eine zu große Hürde ist – setzen immer mehr Autofahrer auf die Umrüstung. Doch lohnt sich diese Investition wirklich?

Was ist Autogas?

Das Autogas ist ein spezielles Gemisch aus Propan und Butan. Oft wird es auch als LPG („Liquefied Petroleum Gas“) bezeichnet. Damit ein Auto mit diesem Gemisch auch fahren kann, benötigt es eine besondere Einspritztechnik und einen extra Tank. LPG darf nicht verwechselt werden mit Erdgas oder CNG, ebenfalls ein alternativer Antrieb für Autos.

Dieser wird in der Regel dort eingebaut, wo sich sonst das Reserverad befindet. Die Vorteile diese Kraftstoffs liegen auf der Hand: Er ist wesentlich günstiger als herkömmliches Benzin oder Diesel.

Wer seinen Pkw auf Autogas umrüsten will sollte bedenken, dass das Fahrzeug dennoch auch auf die Benzineinspritzung angewiesen ist. Denn der Motor startet im Benzinmodus, ehe nach wenigen Sekunden die Umstellung auf Gas erfolgt. Bei Kaltstarts kann sich diese Phase auch ein wenig verlängern

Kosten und Nutzen der Umrüstung

Wer auf LPG umsteigen will, sollte sich im Vorfeld erkundigen, ob diese Möglichkeit für sein Fahrzeug überhaupt besteht. Denn es gibt auch Hersteller, die von einer nachträglichen Umrüstung ihrer Modelle abraten.

Am besten holt man eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung des Umrüsters ein, um so für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Die Kosten für eine Umrüstung können von Fahrzeug zu Fahrzeug variieren. Zwischen 1800 und 3500 Euro kann der Umbau eines Pkw auf Autogas kosten.

Bei diesen Kosten stellt sich natürlich die Frage, wann sich Autogas letztlich bezahlt macht. Eine pauschale Antwort kann hierauf nicht gegeben werden, da mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Zum Beispiel hängt dies – wie bei benzinbetriebenen Autos – vom Fahrverhalten ab.

Unterm Strich kann man laut einer Studie des ADAC jedoch davon ausgehen, dass sich die Umrüstung auf LPG nach mehreren Zehntausend Kilometern amortisiert hat. Wichtig ist bei Gasautos das Einhalten der Wartungsintervalle, die teilweise sogar vom Umrüster vorgeschrieben sind.

Die Vorteile überwiegen

Insgesamt kann sich der Umstieg auf Autogas lohnen. Denn hierbei werden nicht nur die Spritkosten verringert, sondern auch die Umwelt geschont. Außerdem erhöht sich der Wiederverkaufswert eines solchen Fahrzeugs.

Mittlerweile ist auch die Sorge vor zu wenigen Gastankstellen unbegründet. Während sie im europäischen Ausland schon länger zum Standard gehören, gibt es auch in Deutschland mittlerweile immer mehr Tankstellen, die diesen alternativen Kraftstoff anbieten.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist als Auto-Journalistin bereits seit Jahren Expertin in Sachen Gebrauchtwagen, Neuheiten sowie Tipps und Tricks rund ums Auto. Nach ihrem Journalismus-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für einen der größten deutschen Autobauer. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.